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            <title>DIE LINKE. Kreisverband Elbe-Elster: RSS-Feed</title>
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                <copyright>DIE LINKE. Kreisverband Elbe-Elster</copyright>
            
            <pubDate>Sun, 06 Sep 2026 09:47:42 +0200</pubDate>
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                        <pubDate>Mon, 02 Jul 2012 10:37:00 +0200</pubDate>
                        <title>Bürgerkrieg gibt es bereits – Gefahr der Ausweitung zum offenen Krieg</title>
                        <link>https://archiv.dielinke-elbe-elster.de/nc/presse/detail/news/buergerkrieg-gibt-es-bereits-gefahr-der-ausweitung-zum-offenen-krieg/</link>
                        <description>LR vom 2.7.12</description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Politikwissenschaftler Erhard Crome zur Lage in Syrien<br />Doberlug-Kirchhain Durchblick bekommen in dem Dschungel von unübersichtlichen Zusammenhängen im Nahen Osten, besonders in den arabischen Staaten und vor allem in Syrien, wollte die Linke im Elbe-Elster-Kreis. Dafür hatte sie den Politikwissenschaftler Erhard Crome vom Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung eingeladen.<br />Dem langjährigen Experten für internationale Friedens- und Sicherheitspolitik, der sich vor allem mit Entwicklungen im Nahen Osten beschäftigt und darüber vielfältig publiziert hat, gelang am Freitag in Doberlug-Kirchhain eine überschaubare und schlüssige Analyse der Situationen im Nahen Osten. Dabei berücksichtigte er besonders die Veränderungen in den arabischen Staaten, die politische und militärische Situation im Iran und Syrien. Ein schwieriges Unterfangen, merkten die etwa fünfzig Zuhörer des Vortrages. Erhard Crome stellte die Verquickungen verschiedenster Interessenlagen in den Vordergrund seiner Analyse. Die der USA als Supermacht stünden ebenso im Fokus wie religiöse Konflikte, Machtinteressen von Königshäusern gegen säkularisierte städtische Machtstrukturen, verkrustete Familienmachtapparate und Stellvertreterinteressen von Staaten wie Russland, China, aber auch Frankreich und anderen europäischen Staaten. Territoriale Interessen von Israel und der Türkei kämen hinzu, wie berechtigte demokratische Forderungen einer unübersichtlichen Opposition, die diktatorische Machthaber wie Assad zum Teil auch mit Mitteln der Gewalt beseitigen möchte. Wenn für die Zuhörer auch nicht alle Zusammenhänge greifbar waren, wie Nachfragen zum Beispiel zur Rolle der UNO belegten, wurde doch deutlich, dass es Erhard Crome darum ging, gegen eine undifferenzierte und vereinfachte Sicht, wie er sie häufig in den Medien wahrnehme, zu argumentieren.<br />In Bezug auf die aktuelle Situation in Syrien wurde das in der Diskussion auch deutlich durch Erfahrungen von Gerd König aus Elsterwerda, die er 1983 bis 87 und als Exportverantwortlicher für ein Elsterwerdaer Unternehmen zwischen 2007 bis 2009 vor Ort sammeln konnte. Assad, hielt er gängigen Argumentationsmustern entgegen, habe in der Vergangenheit viel für das eigene Volk getan und deshalb bei einem Teil der Bevölkerung Rückhalt. Das System sei aber inzwischen zu einem diktatorischen Polizeistaat geworden. Die Macht habe sich verselbstständigt und Assad, so die Einschätzung, werde sich nicht halten können. Hier stimmte der Referent zu. Er sieht bereits einen Bürgerkrieg in Syrien im Gange. Dieser würde auch durch Waffenlieferungen aus dem Westen an Anti-Assad-Milizen unterstützt. Für ihn besteht die Gefahr eines Flächenbrandes, wenn es eine militärische Intervention der Nato gäbe.<br />Für Linken-Kreisvorsitzenden Joachim Pfützner, der die Veranstaltung organisiert hatte, und für seine Stellvertreterin Ute Miething, Moderatorin der Gesprächsrunde, haben zahlreiche Fragen gezeigt, dass mitunter große Unsicherheit bei der Beurteilung solch komplizierter Konfliktlagen bestehe. Deshalb sollen weitere Informationsabende folgen.</p>
<p>Jürgen Weser</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Tue, 13 Mar 2012 17:33:00 +0100</pubDate>
                        <title>Finanzminister steckt in Elbe-Elster Schelte für Schülerfahrkosten ein</title>
                        <link>https://archiv.dielinke-elbe-elster.de/nc/presse/detail/news/finanzminister-steckt-in-elbe-elster-schelte-fuer-schuelerfahrkosten-ein/</link>
                        <description>LR vom 12.03.2012</description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>FALKENBERG Dass Eltern für die Fahrt ihrer Kinder zur Schule zur Kasse gebeten werden, wollen die Linken in Elbe-Elster um ihren Vorsitzenden Joachim Pfützner nicht schlucken. Dass der Auslöser für eine neue Satzung im Elbe-Elster-Kreis der abgedrehte Geldhahn des Landes (minus vier Millionen für die Schülerbeförderung) war, bekam Brandenburgs Finanzminister Helmuth Markov (Die Linke) am Freitagabend in Falkenberg vom Kreistagsabgeordneten Karl-Ulrich Hennicke (Die Linke) aufs Butterbrot gestrichen.</p>
<p>„Der Schülerverkehr muss auf Dauer kostenfrei sein. Wir haben Schulpflicht und der Weg gehört zur Pflicht“, so Hennicke. Markov konnte mit seinem Erklärungsversuch, nach dem Brandenburg im Zusammenhang mit dem Bildungs- und Teilhabepaket vom Bund kein Geld bekäme, wenn es die vier Millionen für den Schülerverkehr bezahle und dass es sich um eine „sehr komplizierte Materie“ handele, nicht überzeugen. Markov meint, dass das Problem über die kreisliche Satzung zu lösen sei. Jetzt will er juristische Unterstützung vermitteln. „Diese Debatte ist noch nicht mit einem Haken versehen“, schloss Pfützner. Und der Minister bekam in Falkenberg einige weitere Gedanken aus Elbe-Elster ins Gepäck nach Potsdam.<br /><br />Schon nach zehn Minuten war es ihm so warm geworden, dass er seine Jacke ausziehen musste. Vielleicht hatte die Assoziation vom heißen Stuhl ihre Wirkung gezeigt. Von einem solchen sprach Joachim Pfützner in Bezug auf das Amt des Finanzministers beim Auftakt zu einer zweistündigen Gesprächsrunde. Rund 40 interessierte Gäste waren ins Oberstufenzentrum gekommen. Wie zu erwarten war, drehte sich irgendwie alles um ein heißes Eisen – das liebe Geld.<br /><br />Die Bürgermeister Hannelore Brendel, Andreas Claus, Herold Quick, Markus Terne und Dieter Herrchen (alle parteilos) hatten die Gelegenheit wahrgenommen, mit Brandenburgs oberstem Kassenwart ins Gespräch zu kommen. Eines machte der unmissverständlich deutlich: Geld für dieses oder jenes Anliegen würde er nicht verteilen. „Ich streite mich mit jedem Minister über seine Eckwerte, aber dann ist jeder Minister verantwortlich, was mit seinem Topf passiert.“<br /></p>
<p><b>Bahnübergänge</b>. Zusätzliches Geld, wie es Herold Quick für seine 13 in Hoheit der Stadt auszubauenden Bahnübergänge für notwendig hielte – darüber müsse der Bürgermeister mit dem zuständigen Minister Vogelsänger sprechen. „Ich wäre Gott, wenn ich befugt wäre, in die Häuser hineinzuregieren“, so Markov.</p>
<p><b>Gemeindegebietsreform</b>. „Dass Problem ist die Demografie. Aber ich bin gegen Zwangszusammenschlüsse. Wir haben zehn Millionen Euro für freiwillige Zusammenschlüsse im Haushalt eingestellt. Aber es ist bisher kein Interesse daran da“, erklärte Markov. Aus seiner Sicht sei das nicht schlecht, dann sacke er das Geld wieder für andere Sachen ein. Aber zu lange könne es nicht im Haushalt vorgehalten werden. Bürgermeister Andreas Claus: „Solche Entscheidungen sind nicht innerhalb eines Jahres zu treffen. Das braucht Zeit. Herold Quick unterstützte: „Ich bin überzeugt, dass in den nächsten Jahren ein Konstrukt zustande kommt.“ In Falkenberg, Uebigau-Wahrenbrück, Mühlberg und Bad Liebenwerda gebe es Überlegungen. Aber man müsse bedenken, dass sich Uebigau erst 2001 von Falkenberg getrennt habe.</p>
<p><b>Konversionsflächen</b>. Zwar seien 95 Prozent der Konversionsfläche des Flugplatzes Falkenberg/Lönnewitz vermarktet, doch man wolle auch die restlichen fünf Prozent wieder einer Nutzung zuführen. Dafür brauche man weitere Unterstützung des Landes, erklärte Herold Quick. Finanzminister Markov: „Aus der Vermarktung von Flächen in Sperenberg könnte in den nächsten zwei bis drei Jahren wieder Geld in den Topf kommen.<br /><br /><b>Städtebaufinanzierung</b>. Es sei nicht sinnvoll, dass das Land im selben Maße Mittel kürze wie der Bund, so Andreas Claus. Außerdem sei ein Controling für die Umsetzung des Landesentwicklungsplanes notwendig und entsprechende Sanktionen bei Nichterfüllung ebenso. Markov: „Das Land ist nicht in der Lage, die vom Bund zurückgefahrenen Mittel für die Städtebauförderung zu kompensieren. Man debattiere jetzt darüber, wie die sogenannten Entflechtungsmittel vom Bund künftig im Land eingesetzt werden und wie man sie auf Bereiche wie Verkehrsinfrastruktur, Städtebau und Bildung aufteile.<br /><br /><b>Mittelzuweisungen</b>. Dieter Herrchen forderte dazu auf, die Konzentration auf Regionale Wachstumskerne zu prüfen. Herold Quick: „Wir haben eine Infrastruktur aufgebaut, die weit ins Mittelzentrum hineinreicht. Bei den Zuweisungen sind wir benachteiligt, damit sind wir nicht einverstanden.“ Andreas Claus mit dem Blick auf das Finanzausgleichsgesetz: „Man sollte nicht nur die Einwohnerzahl bedenken, sondern auch einen Flächenfaktor einführen.“ Seine sich auf 134 Quadratkilometer erstreckende Kommune müsse mehr Einrichtungen wie Feuerwehren vorhalten als zum Beispiel Elsterwerda. „Wir brauchen ein gerechteres Verteilungsregime im ländlichen Raum.“ Der Finanzminister verwies auf ein in Auftrag gegebenes Gutachten zum Finanzausgleichsgesetz. Die Empfehlungen seien abzuwarten. Für ihn sei die Sache eigentlich ganz einfach. Er könne sagen: Hier ist der Geldtopf, kommunale Familie einigt Euch. Doch die Ansichten seien verschieden. Beispiel: Schönefeld. Die Kommune gehe dank 2,3 Milliarden Steuergeldern, die in den Flughafen gesteckt wurden, ab wie eine Rakete. Dass Kommunen, die wie Schönefeld mehr Geld haben, etwas für den kommunalen Ausgleich tun, fände er gerecht. Der Bürgermeister von Schönefeld sehe das anders.<br /><br /><b>Konjunkturpaket</b>. Nicht in den Verdacht kommend, CDU-orientiert zu sein, lobte Markov: „Das Konjunkturprogramm war das Beste, was man machen konnte.“ Dieter Herrchens erneuter Vorstoß, den Minister im Finanzierungsstreit um zwei Brücken auf seine Seite zu ziehen, misslang. Man teile die Rechtsauffassung des Bundes, dass die Brücken nicht über das Konjunkturprogramm abzurechnen seien, so Markov.<br /><br /><b>Freiwillige Aufgaben</b>. Die Unterscheidung von freiwilligen und Pflichtaufgaben führe bei den Haushaltsdebatten immer wieder zu einem heftigen Streit über Dinge, die eigentlich unverzichtbar seien. Solle man zum Beispiel in Elsterwerda eine Bibliothek schließen, weil sie als freiwillige Aufgabe gelte? „Aus Freiwilligkeit sei schon lange eine hundertprozentige Pflicht geworden“, so Herrchen. Markov stimmte hundertprozentig zu. Eine so scharfe Trennung sei nicht mehr zu treffen. Vielmehr sei zu klären, was zur Daseinsvorsorge gehöre.</p>
<p><br /><i>Gabi Böttcher</i></p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Mon, 13 Feb 2012 20:58:00 +0100</pubDate>
                        <title>Von Strickfehlern, viel Skepsis und einem Kopfproblem</title>
                        <link>https://archiv.dielinke-elbe-elster.de/nc/presse/detail/news/von-strickfehlern-viel-skepsis-und-einem-kopfproblem/</link>
                        <description>LR vom 13.2.12</description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p><span id="ArDetail_Text">„Ungeschickt und mit relativer  Konzeptionslosigkeit gestartet“, ist der Weg zur gemeinsamen Schule für  alle nun unwiderruflich eingeschlagen. Joachim Pfützner, Kreisverbands-  und Fraktionschef der Linken in Elbe-Elster, begann die  Podiumsdiskussion mit Kritik an der Landespolitik. Er bat die gut 30  Gäste im Haus des Gastes in Bad Liebenwerda, an diesem Freitagabend  nicht alle Kritik auf die Gesprächspartnerin, die zweieinhalb Stunden  aus Oranienburg angereiste bildungspolitische Sprecherin der Fraktion  der Linken im Brandenburger Landtag, Gerrit Große, abzuladen. Deutliche  Signale von der Basis an die in rot-roter Regierungsverantwortung  agierende studierte Lehrerin gab es allemal.<br /> <br /> Große räumte zunächst ein, dass die von der SPD-Bildungsministerin  Martina Münch unabgesprochen mit den Regierungspartnern vorgelegte  Zeitschiene, bis zum Jahr 2019 die Förderschulen abzuschaffen, nicht  hilfreich gewesen sei. Auf Regionalkonferenzen, bei denen viel Kritik,  aber auch der Wunsch vieler Eltern nach Inklusion laut geworden sei,  habe man versucht, das wieder einzufangen.<br /> <br /> Eine Startverschiebung auf das Schuljahr 2014/15 ist erfolgt, eine  Expertenrunde und ein Runder Tisch zum Thema sind installiert. Gerrit  Große: „Ich bin überzeugt, dass wir den Weg der Inklusion gehen müssen.“  Das sind aus ihrer Sicht die drei Gründe:<br /> <br /> Wir sind aufgefordert durch die UN-Behindertenrechtskonvention – des Menschenrechts wegen.<br /> <br /> Wir haben auf das demografische Echo zu reagieren, das uns, 2020  beginnend, einholen wird und noch einmal zu einem erheblichen Rückgang  von Schülern führen wird.<br /> <br /> Wir sind neben Österreich das einzige Land in Europa, das Kinder aussortiert.<br /> <br /> Inklusion bedeute nicht sechs oder sieben Stunden gemeinsamer Unterricht  in einer Klasse, in einem Raum. Es bedeute, Kinder mit  unterschiedlichen Bedarfen über bestimmte Strecken in Gruppen zu  unterrichten. Aber: die Rahmenbedingungen dafür seien noch nicht  vorhanden.<br /> <br /> Schon jetzt sei der Bedarf an Sonderpädagogen nicht gedeckt. Ab dem Jahr  2013/14 starte die Ausbildung von Förder- und Inklusionspädagogen an  der Universität Potsdam. Mit den ersten Absolventen sei dann 2020 zu  rechnen. Flächendeckend soll es an Allgemeinen Förderschulen ab dem  Schuljahr 2014/15 keine 1. Klassen mehr geben, die Schüler würden  schließlich 2017/18 in den weiterführenden Schulen ankommen. Und hier  sei mit Oberschulen und Gymnasien ein Strickfehler im System.  Karl-Ullrich Hennicke, langjähriger Leiter des Gymnasiums in  Finsterwalde: „Man kann Inklusion nicht durchsetzen, wenn man über den  Weg der Schüler nach der Grundschule nichts aussagen kann.“ Mit dem  Blick auf ganz Deutschland forderte er: „Man sollte sich in der  Kultusministerkonferenz abstimmen und den Bildungsföderalismus nicht auf  die Spitze treiben!“<br /> <br /> Misstrauisch sind die Praktiker in der Runde gegenüber der Aussage, die  Schülerzahl solle bei 23 je Klasse liegen, bei 24 Schülern würden die  Klassen geteilt. „20 Kinder je Klasse, das wäre stimmig“, so der  erfahrene Schulleiter Uwe Mader. Er weist auf ein grundsätzliches  Problem für alle Beteiligten hin. „Das ist eine Kopfsache für uns alle –  nach mehr als 50 Jahren Sonderpädagogik. Der Zug nimmt auf einmal so  viel Fahrt auf. Das ist unbefriedigend für alle.“ Und er erinnerte an  eine Grunderkenntnis: „Kindern geht es gut, wenn es den Lehrern gut  geht.“ Momentan sehe er jedoch viele sehr besorgte Kollegen. Auch mit  dem Blick auf das Weiterbildungsprogramm. 60 bis 80 Stunden müssen von  jedem Lehrer, der an einer inklusiven Schule arbeitet, innerhalb von  zwei Jahren absolviert werden – an Wochenenden, in den Ferien? Gerrit  Große räumte ein, dass auch sie eine Herausnahme der Lehrer aus der  Schule für ein, zwei Semester für besser halten würde. „Doch das  bekommen wir rechnerisch nicht hin&quot;, konstatierte sie.<br /> <br /> Eine weitere, noch unerledigte Baustelle: Wie soll die Bewertung der  Schüler erfolgen? Auch die derzeit aktuellen Rahmenlehrpläne seien nicht  mehr nutzbar.<br /> <br /> Und auf die Schulträger rollen ebenfalls neue Aufgaben zu. Schulen  müssen für den inklusiven Unterricht präpariert sein. Joachim Pfützner  kann sich den Widerstand aus den Reihen der Landräte erklären. In  Elbe-Elster seien Millionen in die Schulen geflossen, jetzt müsse man  wieder um- und ausbauen. Gerrit Große: „Der Bund ist da auch in der  Verantwortung. Er müsste entsprechende Programme auflegen. Wir werden  eine Bundesratsinitiative starten.“ Die Landtagsabgeordnete verknüpfte  die Herausforderung, vor der die Kommunen stehen, mit der Entwicklung  der Schülerzahlen: „Es muss ein neues Schulkonzept her, nicht alle  Schulen können erhalten werden.“ </span></p>
<p><span id="ArDetail_Text"><i>Gabi Böttcher</i></span></p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Tue, 29 Nov 2011 05:04:00 +0100</pubDate>
                        <title>Linke in Elbe-Elster tagen hinter verschlossenen Türen</title>
                        <link>https://archiv.dielinke-elbe-elster.de/nc/presse/detail/news/linke-in-elbe-elster-tagen-hinter-verschlossenen-tueren/</link>
                        <description>LR vom 29.11.11</description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p><span id="ArDetail_LeadIn">Schönborn </span>Die  Linken in Elbe-Elster haben während ihrer Hauptversammlung in Schönborn  sowohl inhaltlich als auch personell ihren Blick auf die kommenden zwei  Jahre gerichtet. Sie wollten dabei aber unter sich bleiben.  Kreisvorsitzender Joachim Pfützner wurde mit drei Nein-Stimmen im Amt  bestätigt.</p>
<p><span id="ArDetail_Text">Sein Referat hielt der Vorsitzende hinter  verschlossenen Türen. Auch bei der Diskussion dazu wollten die Linken  unter sich bleiben. „Das lässt das Statut zu und der Kreisvorstand hat  es so beschlossen“, erklärte Pfützner vorab.<br /><br /> Andererseits soll künftig „Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und  politische Bildung (…) wieder stärker in den Fokus genommen werden“, wie  es im Nachhinein in einer Pressemitteilung heißt. Aufgrund der  Mitgliederstruktur soll im kommenden Jahr eine Restrukturierung auf  Kreisebene diskutiert werden. Gast der Hauptversammlung in Schönborn war  Stefan Ludwig, stellvertrender Landesvorsitzender in Brandenburg, der  Anfang 2012 für den Landesvorsitz kandidieren wird.<br /><br /> In ihren Ämtern bestätigt wurden Ute Miething, stellvertretende  Vorsitzende, Schatzmeister Jürgen Gießmann und Geschäftsführerin Elke  Rädisch. Viola Simon, Monika Skadock, Vinzenz Lorenz, Matthias Koj und  Christian Nebeling gehören weiterhin zum Vorstand. Neu hinzugewählt  wurden Karla Pohl (Doberlug-Kirchhain), Diana Bader (Lichtena) und Udo  Linde (Finsterwalde). Im März 2012 soll eine Regionalkonferenz der  Linken im Süden Brandenburgs stattfinden.</span></p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Wed, 24 Aug 2011 14:17:00 +0200</pubDate>
                        <title>Mieseste Ernte nach Dürrejahr 2003</title>
                        <link>https://archiv.dielinke-elbe-elster.de/nc/presse/detail/news/mieseste-ernte-nach-duerrejahr-2003/</link>
                        <description>LR vom 24.08.11</description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p><span id="ArDetail_LeadIn">Das Getreide ist vom  Halm, die Körner sind geerntet. Das Fazit fällt nüchtern aus: Die Bauern  der Finsterwalder Landwirtschafts GmbH haben nur die Hälfte der  geplanten Körner geerntet. „Für uns war es die bisher schlechteste Ernte  nach dem Dürrejahr 2003“, muss Frank Neczkiewicz, der Geschäftsführer,  feststellen. Da tröstet ihn auch wenig, dass die Erträge bei Mais und  Kartoffeln besser ausfallen werden.</span></p>
<p><span id="ArDetail_Text">Es war wieder mal kein Bilderbuchjahr für die  Bauern. Die Nässe im Frühjahr, die Trockenheit im Mai und Juni und der  verregnete Sommer haben ihnen die Ernte vermiest. Auch das Futter war  nicht von guter Qualität, das Heu, das einfach nicht trocknen wollte,  liegt gar auf dem Misthaufen. Doch zu den Unbilden des Wetters komme die  Politik, die den Bauern ins Handwerk pfusche, und reglementiere und  vorschreibe, wo es und was nur geht, machen sich Landwirte ihrem Ärger  Luft. In dieser Woche hatten die Vertreter der großen  Landwirtschaftsbetriebe um Finsterwalde mal Gelegenheit, Dampf  abzulassen – als der Bauernverband Südbrandenburg zwei  Bundestagsabgeordnete der Linken zu Gast hatte: Kirsten Tackmann und  Sabine Stüber.<br /><br /> So kritisierte Carmen Lorenz, die Geschäftsführerin des größten  Bauernverbandes in Brandenburg, wo auch landwirtschaftliche Unternehmen  aus dem Altkreis Finsterwalde Mitglied sind, dass die Linkspartei sich  flächendeckend für Mindestlöhne ausspricht. In der Landwirtschaft würde  das derzeit tödlich wirken. „Wir können unseren Leuten sieben, acht Euro  die Stunde zahlen – verdient hätten sie zehn und zwölf Euro. Sie machen  eine schwere und verantwortungsvolle Arbeit an hochmoderner Technik“,  sagt Frank Neczkiewicz. Doch würde er die zahlen, „könnten wir bald  dicht machen“.<br /><br /> Stattdessen erwartet der Verband von der Politik, dass sie auf die vom  Wetter stark beeinflussten Erträge der Bauern besser reagiert. „Wir  fordern seit Langem, eine Risikoausgleichsrücklage bilden zu können“,  erklärt Carmen Lorenz. Soll heißen: Fällt die Ernte besser aus, soll der  Bauer Geld für Jahre zurücklegen können, in denen sie schlechter ist.  Stattdessen werden die Gewinne in Gut-Jahren versteuert und müssen zum  Finanzamt gebracht werden, um dann in Schlecht-Jahren teure Kredite  aufnehmen zu müssen. Dass magere Erträge von den steigenden Kosten  aufgefressen werden, wird in der Region noch verstärkt.<br /><br /> So werden durch die geplante Schließung von Bahnübergängen nicht nur  Dörfer getrennt, auch landwirtschaftliche Betriebe von ihren Feldern und  Ställen abgeschnitten, befürchtet Frank Neczkiewicz. Schwere  Landtechnik müsse dann vielfach durch Orte und auf Straßen fahren, die  dafür nicht ausgelegt seien. Hinzu kommt schon jetzt: Polizei muss  überbreite Fahrzeuge begleiten – „warum können wir das mit einem  Vorausfahrzeug mit Rundumleuchte nicht alleine machen?&quot;, fragt  Neczkiewicz.<br /><br /> Kirsten Tackmann, die studierte Tierärztin und Fachfrau für die  Landwirtschaft in ihrer Fraktion, hat sich im Sorgengespräch viel  notiert zum „Mitnehmen“, wie sie sagt. Die Forderung ihrer Partei nach  Mindestlohn verteidigt sie – es müssten ja nicht gleich zwölf Euro die  Stunde sein, „aber man muss von seiner Arbeit leben können“. Von dem von  manchen Politkern, auch von der Linkspartei, gern in den Mund  genommenen Wort von der „Massentierhaltung“, wenn es um große Tierställe  im Osten geht, distanziert sie sich allerdings. „Das ist für mich eine  Frage von Qualität, nicht von Quantität – wichtig ist, wie die Tiere  gehalten werden“, sagt die 51-Jährige. Bei einem Rundgang durch die  Drößiger Milchviehanlage, wo gegenwärtig mit 200 000 Euro Ställe und die  Melkanlage für 330 Kühe auf Vordermann gebracht wird, hat sie einen  guten Eindruck: „Das spürt man: Hier fühlen sich Tiere und Menschen  offensichtlich wohl.“</span></p>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <pubDate>Fri, 08 Apr 2011 11:06:00 +0200</pubDate>
                        <title>Sparen bei Schöpfwerken – aber ein Schloss</title>
                        <link>https://archiv.dielinke-elbe-elster.de/nc/presse/detail/news/sparen-bei-schoepfwerken-aber-ein-schloss/</link>
                        <description>LR vom 1.4.11</description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p><span id="ArDetail_LeadIn">Falkenberg </span>Wenn  Brandenburgs Linke aufs flache Land gehen und zur Regionalkonferenz  laden, dann ist das keine Parteiveranstaltung mehr. Da finden sich  Vertreter nahezu aller Parteien und kommunale Amtsträger ein.</p>
<p><span id="ArDetail_Text">„Das hat sich mit uns in  Regierungsverantwortung verändert“, sagt Wirtschaftsminister Ralf  Christoffers am späten Mittwochabend in Falkenberg (Elbe-Elster). „Wir  müssen für alles geradestehen.“<br /><br /> Vor dem schmucken Haus des Gastes haben sich Greenpeace-Mitglieder aus  Leipzig und Berlin in Position gebracht. Sie protestieren gegen geplante  CO-Speicher und erinnern an Aussagen im Koalitionsvertrag. Etwa, dass  die Sicherheit der Bevölkerung Vorrang haben muss. „Das kann ich alles  unterschreiben“, kommentiert der Wirtschaftsminister die Forderungen der  Umweltaktivisten.<br /><br /> Fragesteller stehen Schlange<br /><br /> Im Saal will niemand mehr etwas zu diesem Thema von Christoffers oder  seinen Ministerkollegen Volkmar Schöneburg (Justiz) und Helmuth Markov  (Finanzen) wissen. Da erwarten die gut 300 Besucher – darunter der  CDU-Landrat und die Bürgermeister von Mühlberg, Falkenberg, Elsterwerda,  Finsterwalde oder Uebigau-Wahrenbrück – Antworten auf Fragen des  „politischen Tagwerkes“, wie es Parteivize Stefan Ludwig formuliert.  Kerstin Kaiser, die Landtagsfraktionschefin, gibt mit dem Hinweis, dass  „die Linke gelernt hat, diese Gespräche vor Ort nicht gering zu  schätzen“, den Startschuss. Und schon stehen die Fragesteller Schlange  am Mikrofon.<br /><br /> Der Uebigauer Bürgermeister Andreas Claus (parteilos) wirft der  Landesregierung vor, den Hochwasserschutz an der Schwarzen Elster  „stiefmütterlich behandelt zu haben“. Die Landwirtin Cornelia Böck,  deren Agrargenossenschaft wie viele andere in der Region noch heute  unter überschwemmten Flächen leiden, schiebt gleich hinterher, dass  Abflüsse nicht funktioniert hätten und Schöpfwerke aus Kostengründen  abgeschaltet wurden. Dafür sei kein Geld dagewesen, „aber für den Bau  eines Landtags-Schlosses in Potsdam“, gibt sie die Meinung vor Ort  wieder. Claus fragt: „Was wird aus dem zugesagten Pilotprojekt zum  Hochwasserschutz?“<br /><br /> Umwelt-Staatssekretär Daniel Rühmkorf versichert: „Es wird das  Pilotprojekt geben, und zwar an der Schwarzen Elster.“ Die Mittel dafür  würden zurzeit im Ministerium von Anita Tack „eingesammelt“, um 2013 mit  dem Vorhaben starten zu können. Rühmkorf fügt hinzu, dass es nötig sei,  das Projekt zu konkretisieren. Immerhin seien schon Stimmen laut  geworden, dass trotz Hochwasserschutz das Fluss- und Stadtbild erhalten  bleiben soll.<br /><br /> Einladung nach Finsterwalde<br /><br /> Ob in der Bildungspolitik und bei der Neuregelung der  Tierkörperbeseitigung, ob bei den Reformen der Finanzämter oder der  Gerichte – immer geht es in den Debatten, die mehr als eine Stunde  überzogen werden, ums Geld. Deshalb verdeutlicht Helmuth Markov, welche  „Schuldenlast vorherige Regierungen hinterlassen haben“. 18 Milliarden  Euro seien zurückzuzahlen. Die „Ampel“ habe allein nach 1990 in vier  Jahren 7,7 Milliarden Euro Schulden gemacht. Heute müssten pro Jahr 700  Millionen Euro allein an Zinsen zurückgezahlt werden. „Es hat 20 Jahre  schlechte Finanzpolitik in Brandenburg gegeben“, sagt Markov. Bis 2014  wolle er die Neuverschuldung auf null fahren. Markov: „Und den Roten  wirft man immer vor, sie könnten nicht mit Geld umgehen.“<br /><br /> Und dennoch muss sich der Finanzminister wegen der Verlagerung des  Finanzamtes von Finsterwalde nach Calau Kritik anhören. „Wir haben  bessere Vorschläge“, lädt Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) den Minister in  die Sängerstadt ein. Da hat es Volkmar Schöneburg leichter. Der  Justizminister versichert, dass trotz Reform „keine Gerichtsstandorte  geschlossen werden, auch nicht in den nächsten Jahren“. Erhalten bleiben  den Linken auch die Greenpeace-Aktivisten. Sie werden bei den weiteren  Konferenzen in Eberswalde, Frankfurt (Oder) und Bad Belzig ihre  Protest-Plakate ausrollen und auf mehr Aufmerksamkeit hoffen. </span></p>
<p><span id="ArDetail_Text"><br />     <i>Von Christian Taubert</i>          </span>     </p><div style="margin-top:32px"></div>]]></content:encoded>
                        
                        
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                        <guid isPermaLink="false">news-10731</guid>
                        <pubDate>Fri, 25 Mar 2011 11:08:00 +0100</pubDate>
                        <title>Anti-Atom-Mahnwache</title>
                        <link>https://archiv.dielinke-elbe-elster.de/nc/presse/detail/news/anti-atom-mahnwache/</link>
                        <description>LR vom 23.3.2011</description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Flackernde Kerzen warfen einen Lichtschimmer auf das Pflaster rund um das Sängerlieddenkmal an der Finsterwalder Sparkasse am Montagabend.<br /></p><div class="fcms_artdetail_text"><p><span id="ArDetail_Text">Weit über 50 Bürger nahmen am Montag an der Anti-Atom-Mahnwache teil. Viele werden auch am nächsten Montag, 18 Uhr, wieder dabei sein. Foto: Dietmar Seidel </span></p><div id="ArticleSmallPic" class="ArticleSmallPic"><div id="ArtImg31942528" class="ArticleSmallSub"><p>Foto: Dietmar Seidel </p></div></div><p>Mit einer stillen Mahnwache gedachten zwischen 18 und 18.30Uhr weit über 50 Bürger den Opfern der jüngsten Ereignisse in Japan.<br /><br />Mit dieser Anti-Atom-Mahnwache reihte sich die Sängerstadt in die bundesweite Aktion ein, die darauf aufmerksam machen soll, dass es für diese Risikotechnologie Atomkraft vernünftige Alternativen gibt. Die Sicherheit der Menschen und der Umwelt soll Vorrang eingeräumt werden.<br /><br />Forderungen wie eine sofortige Abschaltung der Atomkraftwerke, der vollständige Ausstieg aus der Atomkraft und der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien standen im Mittelpunkt.<br /><br />Deswegen waren an diesem Abend Adelheid Sluka (72) und Anita Richter (59) aus Finsterwalde gekommen. Sie machen sich Sorgen um die Zukunft des Landes.<br /><br />Aus Hermsdorf bei Ruhland kam Alexander Lode (36) mit seiner Frau Stefanie (32) und seinen beiden Töchtern Marlene (1) und Sarah (10) nach Finsterwalde. Ihm und seiner Familie war es ein Herzensbedürfnis, hier dabei zu sein. Solche Ereignisse wie in Japan, könnten uns alle treffen, erzählt er. Die Landtagsabgeordnete der Linken, Carolin Steinmetzer-Mann aus Finsterwalde, vertrat den Standpunkt, dass in Deutschland derzeit 15 Gigawatt Energieüberschuss produziert wird und die neun Atomkraftwerke sofort abgeschalten werden könnten, ohne dass Versorgungslücken entstehen. Die junge Abgeordnete wird im Mai ihr zweites Kind zu Welt bringen. Auch das ist für sie ein Grund, sich für den Ausstieg aus der Atomenergie einzusetzen. Sie wird am nächsten Montag um 18 Uhr bei der nächsten Mahnwache wieder dabei sein.<br /><i>Von Dietmar Seidel</i></p></div>]]></content:encoded>
                        
                        
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